Praxis

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Herzlich willkommen in meiner Praxis für körperorientierte Traumatherapie und Coaching.

Auf meinem eigenen Lebensweg habe ich über mehrere Jahre kostbare therapeutische Unterstützung erfahren, die es mir ermöglichte, alte Verletzungen und traumatische Erfahrungen heilsam zu verwandeln… so ist aus alten Wunden nach und nach „WunderLeben“ entstanden. Auf dieser Erfahrung und meiner tiefen Leidenschaft, Menschen auf ihren unterschiedlichsten Lebenswegen heilsam zu begleiten, beruht meine Arbeit.

Ich bin ausgebildet als Diplom-Psychologin und psychotherapeutische Heilpraktikerin sowie am Ende meiner Ausbildung zur Traumatherapeutin.

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Therapeutisches Grundverständnis

Als Menschen tragen wir alle eine grundlegend gesunde, auf Wachstum, individuelle Entfaltung und liebevollen Kontakt zu anderen Menschen hin ausgerichtete Kraft in uns.

Im Mutterleib und während der ersten Lebensjahre entstehen entscheidende Prägungen für unsere Beziehungsfähigkeit, den Ausdruck unserer Bedürfnisse, das Vertrauen und das Gefühl von Zugehörigkeit, die Entwicklung von Autonomie, sowie unsere Beziehung zu Liebe und Sexualität.

Infolge von schwierigen, möglicherweise traumatischen Erfahrungen oder der Weitergabe solcher aus vorhergehenden Generationen entwickeln wir Identifikationen, Glaubenssätze und Strategien, die aus kindlicher Perspektive hilfreich erscheinen und das Überleben sichern. Als  Erwachsene hemmen uns diese kindlichen Anpassungsmuster in unserer Entwicklung, sie beeinträchtigen unsere eigene Entfaltungs- und Beziehungsfähigkeit. Wir interpretieren die Welt, kreieren Glaubenssätze und verdrängen Gefühle, die wir nicht verarbeiten können.

Im Körper zeigt sich das durch Kontraktionen, chronische Anspannung und durch eine Dysregulation im Nervensystem, die zu Haltungs- und Verhaltensmustern führen, chronische Schmerzen oder andere gesundheitliche Schwierigkeiten hervorrufen können. Für eine Veränderung genügt es oft nicht, diese Prozesse kognitiv zu erfassen, sondern es bedarf einer Verkörperung und Integration der Gefühle und der Sinneswahrnehmungen.

Mein therapeutisches Grundverständnis basiert auf einer offenen, wohlwollenden und achtsamen Haltung, die davon ausgeht, dass die grundlegend gesunde Kraft in einem Menschen sich immer in Richtung einer heilsamen Entwicklung bewegen will. In der therapeutischen Arbeit wird dieser „Bewegung“ Raum gegeben, sie wird durch neugieriges und ressourcenorientiertes Erkunden unterstützt. In diesem Verlauf werden alte Überlebens-Muster bewusst, emotional und körperlich spürbar und können sich achtsam lösen, wodurch neue Handlungsspielräume und Perspektiven auftauchen. Dies ermöglicht ein erfüllteres und entspannteres Leben und eine tiefere Beziehung zu uns selbst, anderen Menschen und dem Leben.

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Therapeutischer Ansatz

Ich arbeite nach dem Ansatz von NARM® – Neuroaffektives Beziehungsmodell – zur Heilung von Entwicklungs- und Bindungstrauma nach Dr. Laurence Heller.

Die NARM® Traumatherapie ist ein körperorientierter, nicht regressiver Ansatz. Wir gehen also nicht in das Trauma aus der Vergangenheit hinein, sondern betrachten dessen Auswirkungen im Hier und Jetzt. Die damals zur Bewältigung der Situation nötigen Überlebensmuster und deren Einfluss auf unser heutiges Leben sind dabei im Fokus der Arbeit.

NARM® geht von fünf organisierenden Entwicklungsthemen/Kernfähigkeiten aus, die verletzt sein können und im Rahmen des Therapieprozesses gestärkt werden:

  1. Kontakt: Wir habend das Gefühl, auf diese Welt zu gehören. Wir sind mit unserem Körper und unseren Gefühlen in Kontakt und sind zu tragfähigen Beziehungen zu anderen imstande.
  2. Einstimmung/Bedürfnisse: Wir wissen, was wir brauchen und sind der Lage, auf andere zuzugehen, wenn wir ihre Fürsorge oder Unterstützung brauchen. Wir können uns an der reichen Fülle des Lebens erfreuen.
  3. Vertrauen: Wir haben ein uns innewohnendes Selbstvertrauen und Zutrauen zu anderen. Wir fühlen uns sicher genug, um uns auf gesunde wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse mit anderen einzulassen und uns auf sie zu verlassen.
  4. Autonomie: Wir können nein sagen und anderen gegenüber klare Grenzen setzen. Wir sagen, was wir denken, ohne dabei von Schuldgefühlen, Scham oder Angst geplagt zu sein.
  5. Liebe und Sexualität: Unser Herz ist offen und unser Nervensystem im Gleichgewicht, was liebevolle Beziehungen, Intimität von Seele und Körper und damit eine gesunde Sexualität unterstützt.

Werden diese Themen im Verlauf unserer Entwicklung nicht bzw. nicht ausreichend beantwortet und die damit verbundenen Kernbedürfnisse von unseren Eltern oder Bezugspersonen nicht bzw. unzureichend erfüllt, entwickeln wir zwangsläufig verschiedene Überlebensmuster, um die Bindung an diese Menschen aufrechterhalten zu können.

Der therapeutische Ansatz von NARM® richtet sich auf die Regulation des Nervensystems, auf die Ebene der Gefühle und auf die Beziehungsebene zu sich selbst und anderen. Die Arbeit mit NARM® wirkt regulierend sowohl ausgehend vom Körper über die Gefühlsebene bis zur mentalen Ebene, als auch umgekehrt. Die therapeutischen Interventionen basieren auf achtsamer Beobachtung körperlicher Wahrnehmungen und einer starken Ressourcenorientierung. Damit werden die Selbstregulierungskräfte des Nervensystems aktiviert und gestärkt.

Absicht der Arbeit mit NARM® ist es, dass wir uns von unseren Überlebensmustern lösen können und immer mehr in der Lage sind, unsere Kernfähigkeiten zu entwickeln und zu leben.

Quelle: © „Entwicklungstrauma heilen“ von L. Heller/LaPierre 

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Dauer

Jeder Entwicklungs-, Therapie- und Heilungsprozess hat sein ganz individuelles Tempo. Sie selbst entscheiden, was genau Sie in Ihrem Prozess möchten und entscheiden zu jeder Zeit selbst, was wichtig und stimmig für Sie ist. Ich bin sehr gerne bereit, mit Ihnen gemeinsam diesen Weg zu gehen. Das bedeutet, dass Sie sowohl die Häufigkeit und den Abstand der Sitzungen als auch die Länge des therapeutischen Prozesses selbst bestimmen und jederzeit an Ihrer aktuellen Situation und Ihren Wünschen ausrichten können.

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Leistung, Honorar und Rechtliches

In der Regel dauert eine Sitzung 60 Minuten und kostet 70 Euro.

Grundsätzlich zahlen Sie das Honorar für die therapeutischen Sitzungen selber. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Behandlungsleistungen. Private Kranken- oder Zusatzversicherungen erstatten die Behandlungskosten ganz oder teilweise. Dies kann je nach Versicherung und Vertrag sehr unterschiedlich sein. Bitte klären Sie dies vorab eigenständig mit Ihrer Versicherung. Die miteinander vereinbarten Behandlungskosten sind von der Erstattungshöhe Ihrer Versicherung unabhängig.

Telefonische Beratung sowie Schriftwechsel (mit Kostenträgern u.ä.) werden nach Absprache in Rechnung gestellt.

Bitte geben Sie mir so früh wie möglich Bescheid, wenn Sie einen vereinbarten Termin nicht einhalten können, spätestens aber bis 24 Stunden vorher. Ansonsten sowie bei unentschuldigtem Nichteinhalten von Terminen berechne ich eine Ausfallgebühr von 35 Euro.

Für ein unverbindliches Erstgespräch berechne ich 50 €.

Heilpraktiker*innen üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den freien Berufen im Sinne des § 18 EStG. Die Tätigkeit der Heilpraktiker*innen beruht auf einem zum bürgerlichen Recht gehörenden Dienstvertrag mit dem/r Patienten*in. 

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Kontakt und Weg

Mein Praxisraum befindet sich in der Lessingstraße 10, Ecke Goethestraße, nahe der Kronenbrücke. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist wenige Minuten entfernt.

Sie erreichen mich unter 0176/82162605. Bitte sprechen Sie mir einfach auf den Anrufbeantworter und hinterlassen Sie mir Ihren Namen und Ihre Telefonnummer, ich rufe Sie so schnell wie möglich zurück. Gerne können Sie auch per E-Mail Kontakt zu mir aufnehmen: stephanie.pricking@posteo.de

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Literaturhinweise

„Entwicklungstrauma heilen“ – Laurence Heller & Aline LaPierre; München, Kösel-Verlag 2013

„Auch alte Wunden können heilen“ – Dami Charf; München, Kösel-Verlag 2018

„Sprache ohne Worte – Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt“ – Peter A. Levine; München, Kösel-Verlag 2011